Neujahrsempfang der Partei DIE LINKE im Landkreis

04. Februar 2019  Allgemein, Presse
Claudia Haydt beim Neujahrsempfang

Der Kreisverband Ludwigsburg der Partei Die Linke lud am Samstag letzter Woche zu seinem traditionellen Neujahrsempfang ein, der diesmal erneut im Staatsarchiv in Ludwigsburg stattfand. Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte der Sprecher des Kreisverbands, Peter Schimke die zahlreichen Gäste. Schimke, der für seine Partei im Kreistag Ludwigsburg und im Gemeinderat von Vaihingen/Enz agiert, zollte in seinem Grußwort der schwedischen Umweltaktivistin Greta Thunberg Respekt. Mit ihrem „Schulstreik für das Klima“ setze sich die 16-Jährige weltweit dafür ein, „mit den ausbeuterischen Verhältnissen aufzuräumen, die unsere natürlichen Lebensgrundlagen und den Zusammenhalt der Menschen gefährdeten“, hob Schimke hervor. Greta Thunberg widerlege zudem die gängige Behauptung, dass sich junge Menschen generell nicht für Politik interessierten. An ihrer „friedlichen Widerständigkeit gegen Ungerechtigkeit und Unvernunft“ könnten sich alle ein Beispiel nehmen.

Damit leitete Schimke zur Politik im Landkreis über. Auch die hiesige Region setze in erster Linie nach wie vor auf das Auto. Dabei habe kein anderes Verkehrsmittel „eine derart zerstörerische Wirkung auf Mensch und Natur“, so Schimke. Und im Blick auf den Bau neuer Straßen im Kreis meinte er: „Jeder Euro, der in die Autoinfrastruktur fließt, ist eine weitere Investition in die Klimakatastrophe“. Als Beispiel dafür nannte er die Planungen zum Nord-Ost-Ring bei Kornwestheim. Statt permanent neue Naturflächen als Wohnraum für „privilegierte Schichten“ zu erschließen, sei es viel wichtiger, für sozialen Wohnungsbau und sozial integriertes Wohnen mit bezahlbaren Mieten zu sorgen, brachte es Schimke auf den Punkt. Als einen ersten Schritt hin zu einer Verbesserung des ÖPNV bezeichnete Schimke den Kreistagsbeschluss zur Planung einer Stadtbahn im Kreis Ludwigsburg. Dazu müssten indes jetzt noch ein ÖPNV-Sozialticket und die gebührenfreie Beförderung von Schülerinnen und Schülern kommen, forderte Schimke.

Den Fokus auf die jüngsten weltpolitischen Ereignisse und die Friedenspolitik ihrer Partei lenkte anschließend die diesjährige Gastrednerin Claudia Haydt, die im Mai für Die Linke ins Europaparlament strebt. Auch bei ihr habe Greta Thunberg „den Nerv getroffen“, bekannte Haydt. Von der jungen Umweltaktivistin und deren Widerstand gegen die Mächtigen und Reichen dieser Erde könne man einiges lernen, so Haydt. Massive Kritik äußerte die Linken-Politikerin an der EU-Flüchtlingspolitik in der Mittelmeerregion und den Plänen für eine europäische Armee. Dabei hielten sich die EU-Repräsentanten für Humanisten, bemerkte Haydt dazu. Äußerst besorgt zeigte sich Haydt auch über die Kündigung des INF-Vertrags – zunächst durch die USA und danach durch Russland. Dadurch drohe nun eine neue Aufrüstungsspirale. Die EU folge der US-Politik „ohne Murren“ und entwickle gegenwärtig „Großraumfantasien“, beklagte Haydt.

Im Europaparlament habe sich nur die Fraktion der Europäischen Linken klar gegen die Gründung einer europäischen Armee positioniert, stellte Haydt weiter fest. Mit Deutschland als dem stärksten wirtschaftlichen und militärischen Akteur in Europa sei die EU auf dem Wege zu einer „Deutschen Europäischen Union“. Vehementen Widerspruch erntete bei Haydt auch der Vertrag zwischen der Bundeswehr und der Deutschen Bahn vom Januar über 100 Millionen Euro zum Transport militärischer Güter ins Baltikum. „Wir erleben derzeit wieder das allmähliche Hineinschlittern in einen Krieg“, befürchtete Haydt. Dagegen setze Die Linke in Deutschland und Europa eine Politik der Solidarität und des Friedens. Haydt äußerte Sympathie gegenüber den „Gelbwesten“ in Frankreich. Es gelte gegen die Wachstumslogik und die Armut in Europa anzugehen, sagte Haydt schließlich und rief zur Teilnahme an den Kommunalwahlen und der Europawahl am 26. Mai auf.

Einladung zum Neujahrsempfang

16. Januar 2019  Allgemein

Jahresabschluss mit Wahlkampfauftakt der Partei DIE LINKE

18. Dezember 2018  Allgemein, Presse

Am Freitag, dem 14. Dezember hatte der Kreisverband DIE LINKE zum Jahresabschluss mit Wahlkampfauftakt in das Staatsarchiv Ludwigsburg eingeladen. Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Peter Schimke (Bild rechts), Sprecher des Kreisverbands Ludwigsburg, die Gäste. Nach einem kurzen Rückblick über das vergangene Jahr bekräftigte Schimke, dass DIE LINKE auch künftig gegen die sozialen Missstände kämpfen und sich für die Interessen der Menschen einsetzen werde. Schimke erläuterte „Ein großes Problem im Landkreis Ludwigsburg und der Stadt ist es, für Wohnungssuchende eine preiswerte Mietwohnung zu erhalten. Im Bereich des sozialen Wohnungsbaus haben der Bund, das Land und auch die Städte auf ganzer Linie versagt. Diesem Versagen kann nur mit einer starken linken Vertretung in den Kommunalparlamenten begegnet werden.“

Gastredner an diesem Abend war Konrad Ott (Bild links), langjähriger 1. Bevollmächtigter der IG Metall Ludwigsburg, der zum 1. Dezember die Freistellungsphase seiner Altersteilzeit angetreten hat. Ott ging in seiner Rede auf die wichtigsten sozialen Missstände ein, von Hartz IV über steigende Mieten bis zur Erhöhung des Renteneintrittsalters und verwies auf die zunehmende Ungleichheit. 20 % der Bürgerinnen und Bürger seien vom sozialen Abstieg durch prekäre Beschäftigungsverhältnisse bedroht. Am Schluss seiner Rede richtete er seinen Blick über die Grenzen und prangerte  an, dass weltweit – auch mit deutschen Waffen – Kriege gegen die eigene Bevölkerung geführt werden. Ein besonders krasses Beispiel dafür ist der Jemen. Durch den Bürgerkrieg im Jemen entwickelt sich eine der weltweit größten Hungersnot und die herrschende Politik wie auch die Weltgemeinschaft sieht dem tatenlos zu.

Nach einer kleinen Pause mit Musik folgten noch einige kurze Ansprachen. Hans-Jürgen Kemmerle, Fraktionsvorsitzender im Kreistag, gab einen Überblick über die Organisation, Aufgaben und anstehenden Themen der Kreistagsfraktion. Sebastian Lucke, Mitglied des Regionalverbands, berichtete über die Herausforderungen im Regionalverband wie öffentlicher Personennahverkehr und Breitbandversorgung. Andreas Frisch vom Ortsverband Ludwigsburg berichtete über die laufenden Aktivitäten des Ortsverbandes und den Stand der Liste zur Gemeinderatswahl in Ludwigsburg. Die frauenpolitische Sprecherin Susanne Lutz erinnerte anlässlich 100 Jahre Frauenwahlrecht daran, dass das Frauenwahlrecht nicht erkämpft wurde um einen Wahlzettel in die Urne werfen zu dürfen sondern das Recht beinhalte, diese Gesellschaft mitzugestalten. Sie appellierte an die politische Mitverantwortung der Frauen, die sich Macht und Einfluss stets erstreiten mussten. Gleichstellung sei eine Frage der Gerechtigkeit und Voraussetzung, damit alle am Wohlstand dieser Gesellschaft teilhaben können.

Nach und zwischen den Vorträgen gab es bei Häppchen ausreichend Gelegenheit für lockere Gespräche, für gute Stimmung sorgte musikalisch die Band R.E.A.C.H. Country.

DIE LINKE wünscht allen Bürgerinnen und Bürgern frohe, besinnliche Feiertage und einen guten Rutsch ins Jahr 2019!

10.12.2018 Tag der Menschenrechte

27. November 2018  Allgemein

Siehe Veranstaltung am 10. Dezember 2018 ab 16 Uhr in Stuttgart beim Mahnmal, Stauffenbergplatz:

181210_Tag der Menschenrechte

Einladung zum politischen Frauenfrühstück

13. November 2018  Allgemein

Zusammen mit dem Kreisverband Ludwigsburg laden wir politisch interessierte Frauen zum nächsten politischen Frauenfrühstück am Sonntag, den 18.11.2018 – 11.00 Uhr ins Cafe Luckscheiter, Wilhelmstraße 18, Ludwigsburg ein. Unser Gesprächsthema lautet: Mehr Frauen in die Kommunalpolitik.

Baden-Württemberg gehört zu den Bundesländern mit dem niedrigsten Frauenanteil in den Kreistagen und Gemeindevertretungen, dabei ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung weiblich. Wichtige Perspektiven und Lebenserfahrungen, die Frauen einbringen könnten, gehen so verloren. Wenn Frauen Politik nicht selbst gestalten, machen es die Männer. Mit Blick auf die Kommunalwahlen wollen wir beim nächsten politischen Frauenfrühstück über Strategien der Öffentlichkeits- und Bündnisarbeit diskutieren. Interessierte Frauen sind herzlich eingeladen sich zu beteiligen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.